Zeit ist eine physikalische Größenart. Das Formelzeichen der Zeit ist t, ihre SI-Einheit ist die Sekunde s.

Gegenwart ist eine Bezeichnung für ein nicht genau bestimmtes Zeitintervall zwischen vergangener Zeit (Vergangenheit) und kommender, künftiger Zeit (Zukunft).

Raum ist eine Art „Behälter“ für Materie und Felder, in dem sich alle physikalischen Vorgänge abspielen.

Als abgeschlossenes System wird ein System ohne Wechselwirkung mit seiner Umgebung bezeichnet.

Wahrnehmung ist der Prozess und das Ergebnis der Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und dem Körperinnern eines Lebewesens. Dies geschieht durch unbewusstes und beim Menschen manchmal bewusstes Filtern und Zusammenführen von Teil-Informationen zu subjektiv sinn­vollen Gesamteindrücken. Als Sinn wird die physiologische Wahrnehmung der Umwelt mit Sinnesorganen bezeichnet.

WHITE CUBE

Raum für Kunst ist seit den 1920er Jahren bevorzugt der White Cube, das Ausstellungskonzept, Kunst in weißen Räumen zu präsentieren. In diesem globalen White Cube konstituiert sich der offizielle Kunstbetrieb und verbindet darin historische und zeitgenössische Stile, Materialien, Konzepte und Kunstgattungen. Dadurch wurde eine Konvention und Ästhetisierung von Kunst begründet.

Kunst ist jedoch vor allem höhere kognitive Leistung – verortet im Menschen. Ein Wert „an sich“. Durch Darstellung im White Cube findet bereits eine Wertung statt. Denn so, wie unsere menschliche Wahrnehmung gekoppelt ist an unseren Organismus und funktionale Aspekte der physikalischen Umwelt, wurde die Wahrnehmung von Kunst in einer Form von Selbstlegitimation vom Kunstbetrieb weitgehend an diesen White Cube gekoppelt. In Zweckräumen wie Kunstmessen, Museen, Sammlungen und Galeriebetrieben wird mit den Mechanismen von Angebot und Nachfrage über Wertigkeit und Wahrnehmung von Kunst entschieden.

LIGHT CUBE

Instrument dieses Raums ist globale Konnektivität in Echtzeit. Zeitlich und geografisch entfernte Ereignisse und Inhalte werden vernetzt:
-> Werke aus unterschiedlichen Werkphasen, Orten und Zeitzonen im Raum interaktiv zusammengeführt.
-> Inhalte und Ereignisse aus dem Raum an externe Orte transferiert und verbunden.

Abstrakt steht Light Cube für ein künstlerisches Konzept, den Euklidischen Raum zu überwinden und sich über die vierte Koordinate Zeit der Idee eines Minkowski-Raums zu nähern. Das Gleichzeitige mit dem Ungleichzeitigen zu vernetzten. Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen ist sowohl ein Gegenüberstehen von Ereignissen differenten Ursprungs als auch eine Gemeinsamkeit von Strukturen und Interaktionen mit unterschiedlicher innerer Logik, Dynamik und Zeitlichkeit. Die Dinge stehen sich eben nicht nur gegenüber, sie bilden aber auch kein harmonisches Miteinander. Die Ungleichzeitigkeit ist eine qualitative Verformung des Jetzt durch Ereignisse und Prozesse mit unterschiedlicher Zeitlichkeit.

Teilaspekt des Light Cube ist eine Hinterfragung von Konvention und Ästhetisierung, Kunstbetrieb und Ausstellungsort. Sein Geografische Standort mit der Bezeichnung „Kunstwerk“ ist darin Symptom und Metamedium zugleich.

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