ABBILD

bezeichnet ein Bild und seine Beziehung zu einem darauf abgebildeten erkennbaren Gegenstand. Ein Abbild kann einen natürlichen Ursprung haben (Schatten, Spiegelbild) oder künstlich geschaffen sein (Gemälde, symbolisches Zeichen). Erkenntnistheoretisch ist offen, in welchem Verhältnis Urbild und Abbild zueinander stehen und inwiefern menschliche Erkenntnis ein Abbild der Wirklichkeit ist. Abbildungen sind mit der Konstitution von Subjekten und Objekten verbunden.

EIN ZEICHEN IST EIN DING

das dazu dient, ein Wissen von einem anderen Ding zu vermitteln, das es, wie man sagt, vertritt oder darstellt. Dieses Ding nennt man Objekt des Zeichens. Die vom Zeichen hervorgerufene Idee im Geist, die ein geistiges Zeichen desselben Objekts ist, nennt man den Interpretanten des Zeichens.
In der Ontologie wird „Objekt“ oft synonym mit „Gegenstand“ verwendet. In diesem Sinne gilt „Objekt“ mit „Eigenschaft“ und „Ereignis“ als grundlegende ontologische Kategorie, die alles Existierende, jede Entität, umfassen soll.

SYMBOL  |  ICON

Ein Icon | Symbol ist ein wahrnehmbares Zeichen | Sinnbild, das stellvertretend für etwas nicht Wahrnehmbares (auch Gedachtes, Geglaubtes) steht. In vielen Schriftzeichen lässt sich der bildliche Ursprung erkennen.

門           Tor                         木           Baum                    火           Feuer                    人           Mensch                               川           Fluss                      山           Berg

ABSTRAKTION | ABSTRACTUS

bezeichnet den induktiven Denkprozess des Weglassens von Einzelheiten und des Überführens auf etwas Allgemeineres oder Einfacheres. Der Mathematik und der neueren Philosophie ist in der modernen Abstraktionstheorie der Grundgedanke gemeinsam, dass von der zwischen den Konkreta bestehenden Äquivalenzrelation~ zur Identität der jeweiligen Abstrakta übergegangen werden soll.
Wann und wie einem Zeichen die ästhetische Funktion beigelegt wird, ist vom rezipierenden Subjekt abhängig und wird von der ästhetischen Norm bestimmt, die in einer Gesellschaft im Moment der Zeichenrezeption herrscht.

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